Einfacher Trick kostet ÖPNV Millionen

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Das sollen Betrüger im großen Stil ausgenutzt haben, indem sie über Apps wie „RMVgo“ die Bankdaten anderer Personen angegeben oder Kontoverbindungen erfunden haben. Laut RMV-Chef Knut Ringat handele es sich um einen Betrug bisher „in ungekanntem Ausmaß“ (Quelle: Hessenschau).

Das Deutschlandticket ist nicht die einzige Möglichkeit, euer Geld beisammen zu halten:

Mit diesen Handy-Apps kannst du Geld sparen

Die Masche, die deutschlandweit ausgenutzt wird, will der RMV nun erschweren. Neukunden sollen vorerst keine Lastschriftzahlung über die App mehr nutzen können. Wer sein Deutschlandticket sofort braucht, muss in Zukunft per Kreditkarte in der App zahlen. Lastschrift soll hingegen nur noch mit mindestens zehn Tagen Vorlauf angeboten werden – und das auch nur über den Online-Ticketshop oder in offiziellen Verkaufsstellen des RMV.

Das Deutschlandticket erlaubt für 49 Euro im Monat Fahrten mit Bussen und Bahnen in ganz Deutschland. Es ist praktisch, als monatliches Abo nutzerfreundlich und weckt offenbar Begehrlichkeiten, den eigentlich schon günstigen Preis nicht zahlen zu wollen. Schon jetzt geht es bei einer perfiden Masche um einen Millionenschaden.

Betrüger nutzen Schlupfloch: Deutschlandticket gratis ergaunert

Viel technisches Wissen oder Expertise brauchte es dabei offenbar nicht, um sich das Deutschlandticket ganz umsonst zu besorgen. Das Deutschlandticket wird bloß über die jeweilige App der Verkehrsverbunde gekauft und der Lastschrifteinzug als Zahlungsmethode gewählt. Den Angaben des RMV zufolge konnte das Ticket dann sofort genutzt werden. Die eigentliche Zahlung erfolgt aber erst Tage später. 

Allein im Februar habe sich die Zahl der Betrugsfälle nach diesem Schema verfünffacht gegenüber 2023. Ganze 12 Prozent aller verkauften Deutschlandtickets im Gebiet des RMV seien mit geplatzten Lastschriftzahlungen erschlichen worden. Der finanzielle Schaden soll sich den Angaben des Verkehrsverbunds zufolge im siebenstelligen Bereich bewegen. Mehr als 1 Million Euro sind dem RMV also entgangen.

Besonders bitter ist das, da die Verkehrsverbunde und Länder ohnehin klagen, dass das Deutschlandticket zu günstig sei. Wie es mit dem Preis weitergeht, ist derzeit noch nicht klar. 2024 soll es zwar keine Preiserhöhung geben, doch wie es im kommenden Jahr aussieht, muss sich noch zeigen. Moderate Preiserhöhungen auf 54 Euro pro Monat wurden ebenso ins Spiel gebracht wie extreme Preisexplosionen auf 89 Euro.

Änderung für Kunden: Deutschlandticket kann nicht mehr gekauft werden wie zuvor

49-Euro-Ticket – unter dem Namen ist das Deutschlandticket ursprünglich bekannt geworden. Zu diesem Monatspreis ist die praktische Fahrkarte vielen Interessierten aber offenbar noch immer viel zu teuer. Mit einem simplen Trick haben Betrüger sich das Ticket völlig kostenlos gesichert, wie der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) jetzt verrät.